Die Gruppe unter Leitung von Dagmar Strube freute sich sehr, mit ihrem Projekt zum Schutz von Kammmolchen wieder unter den Preisträgern zu sein. Diesmal schaffte es die AG in die Kategorie der TOP 10 der über 60 Einreichungen. Gestern übergab die AG die Urkunde, das Preisgeld von 100 Euro und ein Buch an Frau Hellwig, Schulleitung der Grundschule Garbsen-Mitte. Über das Preisgeld wird sich demnächst der Förderverein der Schule freuen.
Was verbirgt sich hinter dem Preis?
Etwas Gutes für die Natur zu tun, war ein wesentlicher Wunsch der Gruppe. Nach einer gemeinschaftlichen Ideenfindungsrunde und den Vorschlägen der AG-Leitung beschloss die Gruppe einstimmig sich für die seltenen Kammmolche aktiv einzusetzen. Kammmolche sind Amphibien und stehen unter strengem Artenschutz. Da Frau Strube sich ehrenamtlich im Amphibienschutz engagiert und die Tiere gut kennt, stimmte die Gruppe begeistert zu.

Es folgten intensive Ausflüge in die Natur, Forschungseinheiten an Teichen mit dem Kescher und das Kennenlernen der seltenen Schwanzlurche. Neben dem Sommerlebensraum Teich und seine Umgebung besuchte die Gruppe auch ein Winterquartier für Fledermäuse. Frau Strube erklärte, dass hier seit Jahren Kammmolche in einem vorgelagerten Raum überwinterten.
Schnell erkannten die pfiffigen Schüler, dass man den Kammmolchen hier gut helfen konnte, indem man dort weitere sichere Verstecke für die Winterzeit anbieten konnte. Auch das Problem der Überwindung einer Treppe für die Molche wurde schnell festgestellt.
Letzteres war mit einer einfachen Maßnahme aus der Welt geschafft, die jeder an einem Kellerabgang nachmachen konnte. Dazu spannten die Schüler ein Vlies über die Stufen. An dem rauen Stoff können die Molche leicht aus dem Keller in den Garten klettern und dann in ihren Teich wandern, um dort abzulaichen und den Sommer zu verbringen. Mit einem Teil des Preisgeldes möchte die Gruppe hier freiwillig eine dauerhafte Lösung durch eine Betonrampe schaffen. Gleichzeitig wird durch eine derartige Maßnahme auch anderen Tieren geholfen, die aus Versehen in den Kellerabgang gekommen waren. Dazu zählt zum Beispiel der Igel.
Die zweite Idee der besseren Versteckmöglichkeiten wurde durch Röhren aus Ton umgesetzt. Die gereinigten Tonröhren erhielten zunächst aufgemalte liebe Grüße in altersgerechter Art und Weise. Anschließend füllten die Schüler die Röhren halb mit etwas feuchtem Erdsandgemisch. Zum Schluss platzierte jeder Schüler sein „Lurchverstecke“ selber auf dem lehmigen Boden in dem Kellerraum.

Nach der Fertigstellung des Projektes vertiefte die AG das Erlernte durch die Erstellung einer Reihe von Themenplakaten. Die fertigen Plakate wurden in der Schule ausgehängt. Auf diese Weise konnten sich auch alle anderen Schüler, Lehrer und Besucher der Schule über das Artenschutzprojekt informieren.
Zu der Preisverleihung im Zoo vertraten Gerrit und Maxim die gesamte Gruppe und nahmen dort die Urkunde und ein Buch über Eulen voller Freude entgegen. Auch die Fachfragen eines Experten konnten die Schüler zur Freude von Frau Strube sehr gut beantworten.
Wieder ein sehr nachhaltiges Projekt für die Schülerinnen und Schüler, die Schule, den Förderverein und natürlich den Kammmolchen.




